Burgruinen in Monreal

Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wird "Munroial", also "Königsberg" 1229. Damals übereignete Graf Philipp von Virneburg die Region um Monreal an seinen Bruder Hermann. Hermann begann sofort die große Burg Monreal zu bauen und den Flecken ("Kunigsberg") mit dicken Mauern wehrhaft zu machen, obwohl das Land dem Lehensherren, dem Erzbistum Trier, gehörte. Damit waren spätere Konflikte unvermeidbar.

Die Burg Monreal diente zudem als zweiter Sitz der Grafen von Virneburg. Später wurde die Burganlage zur Löwenburg umgenannt und der darunter entstandene Ort bekam den Namen Monreal (1394).

Kurze Zeit nach dem Bau der großen Burg entstand auf einer Anhöhe gegenüber die kleinere Burg, die Philippsburg, welche teilweise als Vor- bzw. Außenwerk der Löwenburg angesehen wird. In der volkstümlichen Namensgebung wird die Philippsburg, das westlich vorgelagerte Außenwerk, im Gegensatz zur Löwenburg auch als "Das Rech" (=Reh) bezeichnet. Diese Bezeichnungen entstanden wohl in Anlehnung an die Burgennamen "Katz" und "Maus".

Bereits 1306 bekam Monreal die Stadtrechte, erst 1642 folgten die Marktrechte.

Monreal gehörte zum Gebiet des Trierer Erzbistums, die Virneburger Grafen aber hatten beste Beziehungen zu den Erzbischöfen in Köln. Deshalb waren Konflikte zwischen den Monrealern und Trier damals an der Tagesordnung. 1545 starb das Grafengeschlecht von Virneburg aus. Sofort zog Trier das Lehen Monreal an sich und setzte eigene Amtsmänner auf die Burg. Das Schloss "Löwenstein" wurde 1632 von schwedischen und 1689 von französischen Truppen zerstört, die Bergfriede bleiben jedoch teilweise erhalten.

Löwenburg
1229: Erste Erwähnung der Löwenburg. Wahrscheinlich wurde sie kurz vorher von Graf Hermann von Virneburg erbaut.
1689: Zerstörung der Burg durch französische Truppen.
1815: Die Burg kommt in Staatsbesitz. Der runde, ca. 25 m hohe Bergfried der Löwenburg gewährt einen herrlichen Blick ins malerische Elztal.

Philippsburg
13. Jh.: Wahrscheinlicher Bau der Burg.
1689: Zerstörung der Burg durch franz. Truppen.

Von der Philippsburg sind noch Teile der Umfassungsmauer und ein schlanker Turm mit einem Rundbogenfries zu sehen.